Die Pannekaukenfrauenstatue

Fotos von Erhan Maden




Quelle: Blickwinkel Sonntag 07.09.2014

“Guet gohn!” – Schwerter

Pannekaukenfrau wurde 30 Jahre jung

(Erstellt am 6. September 2014)

Die Pannekaukenfrau in der Mitte ist 30 geworden. Die anderen beiden noch nicht… :-)

Schwerte. „Pannekauken Schwaierte“ – dieser alte Spitzname für unsere Stadt hat mit dem heutigen Tag im wahrsten Sinne des Wortes Gestalt angenommen: Schwerter Bürger machten sich die Bronzefigur der Pannekaukenfrau selber zum Geschenk. Sie brachten auf Bitte des Oberschichtes der Schwerter Nachbarschaften die dafür erforderlichen Gelder in einer Spendenaktion auf. … So konnte verwirklicht werden, was Schwertes unvergessener Oberschichtmeister Norbert Kaufhold bereits nach dem Kriege angeregt und begonnen hatte. … Der bronzenen Mitbürgerin im Mittelpunkt der alten Stadt Schwerte wünschen wir im Sinne des Jürgen Pannenmit ein kräftiges „Guet gohn!“

Erinnerungen an den 2. September 1984

Was für ein Einstieg in eine Geschichte um den 30. Geburtstag der Pannekaukenfrau, mögen Sie jetzt denken. Die Worte stammen aus der Feder des ehemaligen Oberschichtmeisters Karl Ewald und des damaligen Geschäftsführers Peter Pfeiffer und sind veröffentlich in einer Broschüre, die am 2. September 1984 zur Einweihung der Pannekaukenfrau auf den Markt kam. Am Samstag erinnerte Peter Pfeiffer, aktives Mitglied der Schwerter Bürgerschützen und deshalb wie eine Abordnung des ältesten Schwerter Vereins im feinsten Schützenzwirn gekleidet, an den Tag vor 30 Jahren. Auch Diethild Dudeck, ehemalige Oberschichtmeisterin, gestand, dass sie damals ziemlich aufgeregt war, als „das Symbol für tüchtige und mutige Schwerter Frauen“ enthüllt wurde. Jürgen Paul, erster stellvertretender Bürgermeister, sprach Worte des Grußes für die Stadt Schwerte zum Geburtstag der Pannekaukenfrau.

Pannekaukenfrau-gebacken

Nicht gegossen, sondern gerührt: die Pannekaukenfrau aus Spekulatius.

 

Pannekaukenfrau gibt’s jetzt auch in süß

pannekauken1

Die gibt es jetzt sogar in süß! Eine Pannekaukenfrau aus Spekulatiusteig wird in einer Woche auf dem großen Pannekaukenfest zum Verkauf angeboten. Gebacken wurde sie von Mitgliedern des Schichts 16 (Schwerterheide). Angelika Schröder und Anke Stüwe präsentierten das Backwerk bereits am Samstag.

Die Pannekaukenfrau als Spekulatius – Schicht 16 macht es möglich.

Die Idee entstand nämlich anlässlich der Vorbereitungen zur letztjährigen Weihnachtsfeier im Schicht 16, die erstmals ohne den in 2013 verstorbenen Ehrenschichtmeister Walter Schuhmacher stattfand. Dieser verfügte über ein Backmodel der Pannekaukenfrau, welches von seiner Ehefrau nach seinem Tod an die aktiven Schichtmitglieder weitergegeben wurde. Im Gedenken an Walter Schuhmacher backten Heike und Günter Weslowski erstmalig die Pannekaukenfrau aus Spekulatiusteig und das Schicht 16 dekorierte mit dem köstlichen Gebäck die Tische für jeden Teilnehmer der Weihnachtsfeier.

Reinerlös zur Finanzierung des Pannekaukenfestes

Da diese Aktion von den Mitgliedern und Gästen so gut angenommen und belobigt wurde, beschloss der Helferkreis des Schicht 16, anlässlich des 30 jährigen Jubiläums unserer Schwerter Pannekaukenfrau auf dem Pannekaukenfest das köstliche und außerordentlich schöne Gebäck zum Verkauf anzubieten. Sofern durch den Verkauf ein Reinerlös erzielt wird, soll dieser den Organisatoren als Unterstützung zur Finanzierung des Pannekaukenfestes zur Verfügung gestellt werden. Das kam gut an beim ausrichtenden Hanseverein und seinem Vorsitzenden Herbert Dieckmann.

Die Geschichte der Pannekaukenfrau geht auf eine neuzeitliche Sage zurück – und ins Mittelalter. Nach Jahrhunderten der Blüte kam Mitte des 16. Jahrhunderts ein Unglück nach dem anderen über die Stadt. Kriege, Krankheiten und Brände sorgten für unbeschreibliches Elend. Es waren die Schwerter Frauen, die nicht aufgaben und Kartoffeln und Raps anbauten. Daraus entstanden schmackhafte Reibeplätzchen, mit denen die Not der Bewohner gelindert wurde und sie vor dem Verhungern schützten.

Last but not least das „Schwaiertsches Pannekaukenlied“

Wir Männer aus Westfalen, wir sind aus knorr’gem Holz,

Wir haben dicke Köppe, und darauf sind wir stolz.

Wir essen und wir trinken, das Herz am rechten Fleck,

die Hauptsach‘ ist, wir haben ‚nen Pannekauken met Speck.

Denn es kann ja nichts Schöneres geben als in Schwaierte ‚nen Pannekauken mit Speck. Putz ‚ne weg.

 

Wir Männer aus Westfalen hab’n immer frohen Mut,

Wir kennen keinen Kummer, die Mädel sind uns gut.

Und sollt‘ dies einmal schiefgeh’n, wir fragen danach ‚nen Dreck.

Die Hauptsach‘ ist, wir haben ‚nen Pannekauken mit Speck.

Denn es kann ja nichts Schöneres….

 

Drum höret, all ihr Leute, die nicht in Schwaierte war’n,

wo eisern ist der Wille, wo Fleiß und Freud‘ sich paar’n,

wenn ihr die Stadt besuchet und seid vor Hunger weg,

dann esset euch in Schwaierte ‚nen Pannekauken met Speck.

Denn es kann ja nichts Schöneres…

 

Und unsere Frau’n und Mädchen sind auch derselben Art,

sie lieben treu und ehrlich, mal kräftig und mal zart.

Sind sie auch manchmal kiebig, wir geben drum ‚nen Dreck,

die Hauptsach‘ ist, wir haben ‚nen Pannekauken mit Speck.

Denn es kann ja nichts Schöneres….

Nur mal so zur Kenntnisnahme!

Quelle: Blickwinkel Sonntag 07.09.2014


Fest zum 30. Geburtstag des Denkmals der

Pannekaukenfrau am 06.09.2014



Herzlichen Glückwunsch!

Am 02. September 2014 hatte das Denkmal der Pannekaukenfrau Geburtstag!

An diesem Tag, vor genau 30 Jahren, wurde es aufgestellt.

Aus diesem Anlass wird am

Samstag, 06.09.2014, der Geburtstag gefeiert.

An dem Denkmal werden  der Hanseverein Schwerte,  das Oberschicht,

der 2. Bürgermeister uvm. den Geburtstag feiern.

Wir hoffen alle Interessierten dort begrüßen zu dürfen!





Schweiertes Pannekaukenlied

Wir Männer aus Westfalen, wir sind aus knorr´gem Holz,
wir haben dicke Köppe, und darauf sind wir stolz.
Wir essen und wir trinken, das Herz am rechten Fleck,
de Hauptsach´ ist, wir haben ´nen Pannekauken met Speck.

Refr: Denn es kann ja nichts Schöneres geben,
als in Schweierte nen Pannekauken met Speck.
Putz ne weg. (2X)

Wir Männer aus Westfalen hab´n immer frohen Mut,
wir kennen keinen Kummer, die Mädel sind uns gut,
und sollt´ dies einmal schiefgeh´n, wir fragen danach ´n Dreck,
die Hauptsach´ ist, wir haben ´nen Pannekauken met Speck.

Refr: Denn es kann ja nichts Schöneres geben,
als in Schweierte nen Pannekauken met Speck.
Putz ne weg. (2X)

Drum höret, all Ihr Leute, die nicht in Schweierte war´n,
wo eisern ist der Wille, wo Fleiß und Freud sich paar´n.
Wenn Ihr die Stadt besuchet und seid vor Hunger weg,
dann esset Euch in Schweierte ´nen Pannekauken met Speck.

Refr: Denn es kann ja nichts Schöneres geben,
als in Schweierte nen Pannekauken met Speck.
Putz ne weg. (2X)

Und unsere Frau´n und Mädchen sind auch derselben Art,
sie lieben treu und ehrlich, mal kräftig und mal zart.
Sind sie auch manchmal kiebig,
wir geben drum ´nen Dreck, die Hauptsach´ ist, wir haben
´nen Pannekauken met Speck.

Refr: Denn es kann ja nichts Schöneres geben,
als in Schweierte nen Pannekauken met Speck.
Putz ne weg. (2X)

H.F. Kamecke und J. Spiegel

 

 


"Pannekauken-Schweierte"


"Pannekauken-Schweierte" ist der Spitzname der Stadt Schwerte, der an die Leistung der Schwerter Frauen im Mittelalter erinnert, die damals die Hungersnot der Bürger linderten. Die Stadt trägt ihn mit Stolz!

Zu damaliger Zeit war kaum noch Saatgut für den Getreideanbau vorhanden, deshalb bauten die Frauen in dem nicht gerade guten Boden Kartoffeln an. Aus dem ebenfalls auf Stadtgebiet angebauten Raps wurde in der alten Mühle am Strang Öl geschlagen. Aus den Kartoffeln backten die Frauen mit dem Öl in der Pfanne schmackhafte Reibekuchen, die "Pannekauken", die sogar zum Festessen in Schwerte wurden. Zu Ehren und zur Erinnerung an die Frauen in Schwerte wurde am 2. September 1984 unter großer Beteiligung der Bevölkerung ein Denkmal errichtet, das vom "Schwerter Schichtwesen" finanziert wurde. Nun steht an der Ostenstraße beim Cave-dei-Tirreni-Platz eine "Pannekauken-Frau".


 

Die Königinnen der Schützen-Vereinigungen enthüllen gemeinsam das bronzene Denkmal.


Pannekauken Schwaierte

Die Geschichte eines

Schwerter Wahrzeichens

Herausgegeben vom

Oberschicht der Schwerter Nachbarschaften

Dieses Heft ist zur Denkmaleinweihung hergestellt worden!

Am 02. September 1984 wurde die bronzene Pannekaukenfrau, Wahrzeichen der Nachbarschichte in Schwerte, feierlich enthüllt. Jahrelang hatte man sich bemüht, ein sichtbares und bleibendes Zeichen zu setzen, um den Gedanken der Nachbarschaft neu zu beleben.

 

Nicht ohne Widerspruch war mit der Pannekaukenfrau schließlich ein Symbol gefunden worden, mit dem sich die Nachbarschaften identifizieren konnten. Argumente dagegen besagten, dass der übermäßige Verzehr von Pannekauken Armut symbolisiere, gewerbliche Rückständigkeit und eine gewisse geistige Beschränktheit.

 

Die Mehrheit stand der Idee jedoch positiv gegenüber und so konnte in wenigen Jahren für die Errichtung der geplanten Skulptur ein Spendenbetrag in Höhe von 30.000 DM gesammelt werden.

 

Insbesondere der damalige Oberschichtmeister Karl Ewald hat sich um die Pannekaukenfrau verdient gemacht: der Entwurf stammte aus seiner Feder. Bei der Enthüllung der Pannekaukenfrau erinnerte er an die Leistungen der Schwerter Frauen in schweren Zeiten, betonte aber, dass die Figur ein zeitloses Symbol für die Tatkraft der Frauen sei und ein Zeichen für soziale Verantwortung und Hilfsbereitschaft - und das zu jeder Zeit. Der Gedanke, wie er in den Nachbarschaften gepflegt wurde und wird.

 

Quelle: Schwerte.de