Der Hanseverein stellt am 02.09.2017

bei "SCHWERengagierTE" das

diesjährige Pannekaukenfest vor.


Broschüre "Schwerte und die Hanse"

Wochenkurier 25.Februar 2017

Hanseverein bringt Broschüre raus

Ruhr Nachrichten 22.02.2017


"Schwerte und die Hanse"
 

Ein Großteil des Vorstandes des Hanseverein Schwerte haben in den letzten Wochen eine Broschüre erstellt.

Diese erklärt, in gut verständlichen Worten, was Schwerte in der Vergangenheit mit der Hanse zu tun hatte und noch heute hat.

Es wird u.a. aufgeklärt, warum Schwerte berechtigt ist, den Namenszusatz 

"Schwerte- Hansestadt an der Ruhe" zu tragen.

 

Aus dem Inhalt:

- Schwerte und die Hanse

- Grußwort des Bürgermeisters von Schwerte

- Vorwort

- Aus dem Inhalt

- Schwerte und der Beitritt in die Hanse

- Handel

- Gewerbe

- Schwerte und die neue Hanse

- Youth Hanse

- Zeitleiste

- Quellennachweis

- Impressum

 

Diese Broschüre wird iaktuell der Öffentlichkeit dargestellt

und ist dann für 1,00 € zu erwerben!

 

Wir bedanken uns über diesem Weg bei Iris und Karl Böckmann,

die bei der Gestaltung mitgearbeitet haben

und bei Ghassan Haj Ibrahim, der das Titelbild zur Verfügung gestellt hat!

 


Die Zeitung WAZ hat am Samstag, 23.Juli 2016

einen großen Sonderbericht zum Thema

"Hanse an der Ruhr" - Die kaufmännischen Wurzeln

veröffentlicht.

Dank sehr guter Zusammenarbeit mit Herbert Dieckmann, Uwe Fuhrmann und Anja Schwarz haben die Redakteure, Herr Dietmar Seher und Georg Howahl viel  Informationen und Bildmaterial aus Schwerte benutzt.

Der Hanseverein Schwerte bedankt sich dafür!


Schwerte in der Hansezeit

Ein Gemälde von Günter Beil

DIE HANSE FRÜHER - DIE HANSE HEUTE!!!

Die Hanse damals

Die Hanse Hanse (Hansa für ‚Gruppe, Gefolge, Schar‘) war eine Organisation von niederdeutschen Fernkaufleuten, der rund 70 große und 100 bis 130 kleinere Städte angehörten. Diese Städte lagen in einem Gebiet das heute sieben europäische Staaten umfasst: von der niederländischen Zuidersee im Westen bis zum baltischen Estland im Osten und vom schwedischen Visby im Norden bis zur Linie Köln-Erfurt-Breslau-Krakau im Süden. Aus diesem Raum heraus erschlossen sich die hansischen Fernkaufleute einen wirtschaftlichen Einflussbereich, der im 16. Jahrhundert von Portugal bis Russland und von den skandinavischen Ländern bis nach Italien reichte, ein Gebiet, das heute 20 europäische Staaten einschließt. In ihrer Blütezeit war die Hanse so mächtig, dass sie zur Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen Wirtschaftsblockaden gegen Königreiche und Fürstentümer verhängte und im Ausnahmefall sogar Kriege führte.

Vom 13. bis in die Mitte des 15. Jahrhunderts beherrschte die Hanse weitgehend den Fernhandel des nördlichen Europa, konnte aber nie eine Monopolstellung erringen. Die hansischen Kaufleute versorgten West- und Mitteleuropa mit den Luxuswaren, Nahrungsmitteln und Rohstoffen des nördlichen und östlichen Europa. Hierzu gehörten z.B. Pelze, Wachs, Getreide, Fisch ebenso Flachs, Hanf, Holz und Holzbauprodukte wie Pech, Teer und Pottasche. Im Gegenzug brachten die Hansekaufleute in diese Länder die gewerblichen Fertigprodukte des Westens und Südens wie Tuche, Metallwaren, hier insbesondere Waffen, und Gewürze.

Zentrale Umschlagsplätze dieses Handels waren die Kontore der Hanse in Novgorod in Nordwestrussland (St. Peterhof), in Bergen in Norwegen (Deutsche Brücke), in Brügge in Flandern und in London in England (Stalhof). Daneben unterhielt die Hanse von Russland bis nach Portugal über halb Europa verteilt zahlreiche kleinere Niederlassungen, die sogenannten Faktoreien.

Die Fernkaufleute verfolgten handelswirtschaftliche Ziele. Seit der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts versuchten die Hansestädte jedoch, eine festere Bündnisorganisation zur gegenseitigen Unterstützung gegen adlige Herrschaftsansprüche zu schaffen. Mit diesem festeren Zusammenschluss wollten sie auch Problemen begegnen, die durch die wachsende Konkurrenz englischer, italienischer und süddeutscher Kaufleute und holländischer Frachtfahrer und durch die staatliche Erstarkung in den Zielländern des Handels entstanden. Der Druck von außen war somit der Grund dafür, dass sich die stede van der dudeschen hense enger zusammenschlossen.

Die Entwicklung ließ sich jedoch nicht aufhalten und führte dazu, dass der Einfluß der Hanse zurückging, wenn auch der Handel im 16. und frühen 17. Jahrhundert noch enorme Zuwächse aufwies. Die aufkommenden nationalen und territorialen Wirtschaften ließen einer überregionalen Handelsgemeinschaft wie der der Hansekaufleute und Hansestädte keinen Raum mehr. Im Jahre 1669 fand in Lübeck der letzte Hansetag der historischen Hanse statt.

 

 

 
 

 

 

Übersicht der 181 Hansestädte in 16 Länder

BELGIEN:

Brügge

DEUTSCHLAND:

Ahlen, Alfeld, Anklam, Attendorn, Bad Iburg, Balve, Beckum, Bockenem, Brakel, Brandenburg, Braunschweig, Breckerfeld, Bremen, Brilon, Buxtehude, Demmin, Dorsten, Dortmund, Drolshagen, Duderstadt, Duisburg, Einbeck, Emmerich am Rhein, Frankfurt (Oder), Fürstenau, Gardelegen, Göttingen, Goslar, Greifswald, Gronau (Leine), Halle, Haltern am See, Hamburg, Hameln, Hamm, Haselünne, Havelberg, Helmstedt, HerfordHöxter, Kalkar/Grieth, Kamen, Kiel, Köln, Korbach, Kyritz, Lemgo, Lippstadt, Lübeck, Lüneburg, Lünen, Magdeburg, Marienmünster, Marsberg,  Medebach, Melle, Meppen, Merseburg, Minden, Mühlhausen, Münster, Naumburg (Saale), Neuenrade, Neuss, Nieheim, Osnabrück, Osterburg, Osterode, Paderborn, Perleberg, Pritzwalk, Quackenbrück, Quedlinburg, Rheda Wiedenbrück, Rheine, Rostock, Rüthen, Salzwedel, Schwerte, Seehausen, Soest, Solingen, Stade, Stendal, Stralsund, Sundern, Tangermünde, Telgte, Uelzen, Unna, Uslar, Vreden, Warburg, Warendorf, Werben, Werl, Werne, Wesel,  Wipperfürth, Wismar

ENGLAND:

Kingston upon Hull , King's Lynn

ESTLAND:

Narva, Pärnu, Tallinn, Tartu, Viljandi

FINNLAND:

Turku, Ulvila

FRANKREICH:

La Rochelle

ISLAND:

Hafnarfjörður, Stykkishólmur

LETTLAND:

Cesis, Koknese, Kuldiga, Limbazi, Riga, Straupe, Valmiera, Ventspils

LITAUEN:

Kaunas

NIEDERLANDE:

Bolsward, Deventer, Doesburg, Elburg, Groningen, Harderwijk, Hasselt, Hattem, Kampen , Oldenzaal, Ommen, Roermond, Stavoren, Zutphen, Zwolle,

NORWEGEN:

Bergen

POLEN:

Bialogard, Braniewo, Chelmno, Darlowo, Elblag, Frombork, Gdañsk, Goleniów, Kolberg, Koszalin, Krakow, Kwidzyn, Lebork, Olsztyn, Slawno, Slubice, Slupsk, Stargard Szczecinski, Strzelce Opolskie, Szczecin, Torun, Wroclaw

RUSSLAND:

Belozersk, Ivangorod, Kaliningrad, Kingisepp, Welikij Nowgorod, Pskow, Smolensk, Tikhvin, Torzhok, Totma, Twer, Velikij Ustjug, Wologda

SCHOTTLAND:

Aberdeen

SCHWEDEN:

Kalmar, Nyköping, Skanör-Falsterbo, Visby

WEISSRUSSLAND:

Polozk, Vitebsk

 

 

Georg Gisze (1497-1562)

War ein Kaufmann der ab dem Jahr 1522 im Londoner Hanse-Kontor, dem sogenannten Stalhof, für die Kölner Hanseniederlassung tätig war.

Seine Familie, zu der auch der Kulmer und später ermländische Bischof Tiedemann Giese, eine Freund des Nikolaus Kopernikus, und Albrecht Giese gehörten, stammte ursprünglich aus Unna und war mit ihm in vierter Generation in Danzig ansässig.


Stadt Schwerte

Schwerte zur Hansezeit

von Gerhard Hallen


Die Stadt Schwerte ist seit dem 19.Juli 2003

wieder Mitglied im Westfälischen Hansebund

 

Im Zuge der verstärkten Aktivitäten der Stadt auf touristischen Gebiet hat man diese alte Tradition wieder aufleben lassen. Schwerte war bereits früher Mitgliedsstadt, hatte aber 1998 den Austritt erklärt, weil es an entsprechenden Aktivitäten gemangelt hatte. Nach den Aufzeichnungen des ehemaligen Leiters  und Begründers des Ruhrtalmuseums, Josef Spiegel, war Schwerte bereits im Jahre 1419 der Hanse beigetreten. Ein mumifizierter Haifisch, den Schwerter Kaufleute als "Souvenir" mit nach Hause brachten, lässt sich noch heute im Ruhrtalmuseum an der Brückstraße bewundern. Als steinerne Zeugen der Mitgliedschaft in der Hanse sind der Hochchor der St. Viktor-Kirche mit dem "Goldenen Altar" und das "Alte Rathaus" erhalten geblieben. Beide Beispiele zeigen noch heute, welchen Reichtum die Schwerter Kauffahrer mit ihrem Fernhandel, den die Hanse ermöglichte, der Stadt Schwerte bescherte.

Gut 300 Jahre nach dem Niedergang der Hanse im Jahre 1669, gründeten 20 ehemalige Hansestädte aus der heimischen Region 1983 in Herford den Westfälischen Hansebund. Heute zählt er über 40 Mitgliedsstädte. Diese alte und neue Hanse will ihren Bürgerinnen und Bürgern und allen, die zu ihnen kommen, beweisen, dass der alte hansische Gedanke gerade heute wieder dazu beitragen kann, die Attraktivität einer Stadt zu steigern, die Selbstdarstellung zu verbessern und das Eigenbewusstsein der Bürger zu stärken.

Anlässlich des Hansefestes in Schwerte wurde dann im September 2006 der Schwerter Hanseverein gegründet und soll nun auf Dauer Bestand haben. Helfen können dabei alle Schwerter Bürger und Bürgerinnen mit dem geringen Beitrag von jährlich 12 Euro, um den Hansegedanken in Schwerte und entsprechende Aktivitäten in der Westfälischen Hanse zu unterstützen.

 

Auch der historischen Institution „Hanse“ wurde angemessen Rechnung getragen durch die Einweihung eines Hanseweges, eines Hansebrunnens in der Altstadt und die Öffnung des renovierten Hansezimmers im Ruhrtal- Museum.

 

 

Bild oben: Mumifizierter Haifisch das "Souvenier" der Schwerter Kaufleute                              Quelle: Stadtarchiv Schwerte

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Ernst Montenbruck erinnert mit seinem Gemälde an Schwertes Hanse im Mittelalter.
Hier der Weg durch die Ruhr.


Der vergoldete Antwerpener Schnitzaltar...

... aus dem Jahre 1523, er ist für die Stadt Schwerte ein Kulturerbe von sehr hohem Wert! Er ist einer der seltenen von einem westfälischen Meister geschaffenen und (leider nicht mehr komplett) erhaltenen Altäre.

Zum Osterfest im Jahre 1523 wurde der "Goldene Antwerpener Schnitzaltar" aus der Lukasgilde mit zwei Velenträgern aus dem Ende des 15. Jahrhunderts in St.Viktor aufgerichtet. Im Altar ist die Reliquie des Heiligen Viktor eingelassen. Die alten Apostelfiguren mit dem Pantokrator aus dem Vorgängeraltar wurden in eine zusätzliche Predella übernommen.

Sehen Sie im Fotoalbum unten  Bilder, die man nicht häufig  so nah zu Gesicht bekommt.

Die Kirche wurde im Jahr 2014 restauriert, dabei sind diese  Bilder entstanden!